Reine Haut

Sauna für eine reine Haut

Mehr als zwei Drittel aller Jugendlichen leiden an Akne. Während die Krankheit bei den meisten im Verlaufe der Pubertät und mit Beginn des Erwachsenenalters wieder verschwindet, kämpfen einige Patienten bis zum dreissigsten Lebensjahr mit unreiner Haut und Pickeln. Neben medikamentöser Behandlung kann auch die Sauna ihren Teil zur Bekämpfung der Mitesser beitragen.

«Saunieren wird von Wissenschaftlern zusätzlich zu einer medikamentösen Behandlung gegen Akne empfohlen.»

Ursachen und Symptome

Bei Akne handelt es sich um eine Erkrankung der Talgdrüsen, die bei Personen mit fettiger (also viel Talg produzierender) Haut vorkommt. Leiden Personen mit fettiger Haut zusätzlich an einer Verhornung der Talgausgänge, können sich diese verengen oder sogar verstopfen. Dadurch kann der überschüssige Talg nicht abfliessen und es bilden sich Pickel.

Diese erste Stufe der Akne ist die häufigste und eher harmlos. Setzt sich jedoch noch mehr Talg an, kann es zu Anhäufungen von Bakterien kommen, die den Talg zersetzen. Das hat Entzündungen, stark gerötete Haut sowie Pusteln zur Folge. Zudem begünstigen die Bakterien wiederum die Bildung von neuen Pickeln.

Obwohl die Krankheit für sich genommen ungefährlich ist, kann der daraus entstehende psychische Leidensdruck für viele Betroffenen eine grosse Belastung darstellen. Zudem kann es lange dauern, bis eine Therapie ihre Wirkung zeigt: bei starken Fällen rechnet man mit mehreren Jahren. Die Sauna kann diesen Prozess unterstützen und wird von Wissenschaftlern zusätzlich zu einer medikamentösen Behandlung empfohlen.

 

Die Haut gesund schwitzen

Regelmässiges Saunieren bringt für die Haut einige Vorteile mit sich, wie eine Studie der Universität Jena zeigen konnte. Zum einen regt das wiederholte Schwitzen die Durchblutung der Haut au, wodurch eine verbesserte Nährstoffversorgung gewährleistet wird. Zum anderen beugt der Gang in die Sauna trockener und irritierter Haut durch eine optimale Feuchtigkeitsversorgung vor und der Hautschutzmantel wird gestärkt. Dadurch werden Schadstoffe, Viren und Bakterien daran gehindert, in den Körper zu gelangen. Auch die Regenerationsfähigkeit des Schutzmantels nimmt zu: ändert sich der pH-Wert der Haut bspw. durch das Verwenden von aggressiven Körperpflegemitteln, kann sich die Haut schneller wieder erholen und ihre Schutzbarriere erneuern.

 

Minimierung der Talgproduktion

Die Talgproduktion wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Eine Veränderung des Hormonhaushaltes, Stress sowie Infekte können die Produktion des fettenden Sekrets in die Höhe schiessen lassen. Auch die Sauna hat einen Effekt auf die Talgproduktion – allerdings einen gegenteiligen. So konnte die Studie aus Jena zeigen, dass der regelmässige Gang in die Sauna die Talgproduktion an der Stirne um bis zu 25% senken kann!

Die Stirne, die sich in der talgdrüsenreichen T-Zone befindet, ist besonders häufig von Pickeln betroffen. Durch eine Reduktion der Talgproduktion kann hier an der allerersten Stufe der Krankheit angesetzt werden: wird weniger Talg produziert, bilden sich weniger Pickel und die daraus folgende Entzündung der Haut bleibt aus.

 

Geduld ist gefragt

Die Reduktion der Talgproduktion bedeutet allerdings nicht, dass bereits bestehende Pickel in der Sauna verschwinden. Regelmässiges Saunieren führt zwar zu einer gesünderen Haut und beugt Hautunreinheiten vor – Pickel kann man aber (leider) nicht einfach «ausschwitzen». Die Behandlung der Akne braucht in jedem Fall Geduld und die positiven Auswirkungen der Sauna lassen sich womöglich erst Wochen oder sogar Monate später feststellen.

 

So wird die Haut noch reiner

Die Hitze in der Sauna öffnet die Poren und lässt den Körper Schadstoffe ausschwitzen. Das gilt auch für Schadstoffe in der Haut, die zu Hautunreinheiten führen können. Deshalb ist es wichtig, vor dem Besuch der Sauna etwaige Rückstände von Make-Up oder anderen Körperpflegeprodukten abzuwaschen: verstopfen diese die Poren, können sie sich nicht richtig öffnen und die Schadstoffe nicht ausgeschwitzt werden.

Der Schweiss transportiert die Schadstoffe zwar aus dem Körper, spült man sie danach aber nicht ab, verbleiben sie auf der Haut und können durch Öffnungen der Schutzschicht wieder in den Körper gelangen. Lässt man also nach dem Saunagang Schadstoffe, Schweiss und Bakterien auf der Haut, kann das die Bildung von Akne sogar begünstigen und bereits bestehende Pickel können sich entzünden. Deshalb ist eine Dusche nach der Sauna für reine Haut unverzichtbar.

 

 

Quellen:

  • com (2020): Do Saunas Help Acne?
  • Konrad Herrmann & Ute Trinkkeller (2020): Dermatologie und medizinische Kosmetik.
  • Kowatzki, D; Macholdt, C; Krull, K; Schmidt, D; Deufel, T.; Elsner, P; Fluhr, J.W. (2008): Effect of Regular Sauna on Epidermal Barrier Function and Stratum Corneum Water-Holding Capacitiy in vivo in Humans: A Controlled Study.

 

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