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Sauna im Alter

Dass die Sauna unserer physischen und psychischen Gesundheit guttut, gilt wissenschaftlich als erwiesen. Der Wechsel zwischen den heissen Temperaturen in der Sauna und dem kalten Wasser im Tauchbecken danach härtet unseren Körper ab, macht ihn widerstandsfähiger gegenüber Krankheitserregern und hilft uns, vom Alltagsstress abzuschalten. Zusätzlich wirkt die Sauna wie eine Entgiftungskur: Schadstoffe werden ausgeschwitzt und der Nährstoffwechsel wird angekurbelt.

Allerdings birgt Saunieren auch Risiken für Personen, die körperlich nicht (mehr) so fit sind. Statt den Kreislauf zu stärken, kann der Gang in die Sauna bei älteren Personen zur Überlastung führen. Beachtet man jedoch ein paar Tipps, sorgt die Sauna auch im Alter noch für Entspannung.

«Saunieren führt zu einer langfristigen Erweiterung der Blutgefässe, hilft bei der Senkung des Bluthochdrucks und trainiert das Herz-Kreislauf-System.»

Gesundheitliche Vorteile im Alter

Gerade beim Älterwerden kann die Sauna die Gesundheit unterstützen, sowohl die körperliche als auch die geistige. So führt die Sauna zu einer langfristigen Erweiterung der Blutgefässe und dadurch zu einer dauerhaften Senkung des Bluthochdrucks. Zudem trainiert das Schwitzen in der Sauna das Herz-Kreislauf-System als Gesamtes und hilft bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Auch bei Demenz – einer in Folge der steigenden Lebenserwartung immer häufigeren Alterskrankheit – kann der Gang in die Sauna helfen: Laut einer Langzeitstudie aus Finnland reduziert sich das Risiko einer Demenzerkrankung um bis zu 62 Prozent, wenn man regelmässig (vier- bis siebenmal pro Woche) eine Sauna besucht. Die wissenschaftlichen Befunde zeigen also: Saunieren im Alter lohnt sich.

 

Den Körper fordern

Geht die körperliche Kraft allmählich zurück, tendieren wir in unserer Gesellschaft dazu, uns zu schonen. Was auf den ersten Blick sinnvoll erscheint, hat jedoch einen gegenteiligen Effekt: die körperliche Kraft schwindet noch schneller. Deshalb ist es wichtig, den Körper auch im Alter noch zu fordern – ohne aber dabei Höchstleistungen zu erwarten. In Bezug auf die Sauna bedeutet das: ein gezieltes Trainieren der Abwehrkräfte bringt mehr, als auf Risiken komplett zu verzichten. Den Körper hie und da den Temperaturschwankungen auszusetzen ist zwar eine momentane Belastung, stärkt den Körper aber auf lange Sicht.

 

Sich ärztlichen Rat einholen

Damit die Belastung nicht zur Überlastung wird, ist das Einholen eines ärztlichen Rates auf jeden Fall zu empfehlen. Die Risiken eines Saunabesuches im Zusammenhang mit Vorerkrankungen oder Medikation sollten unbedingt mit einer Fachperson geklärt werden. Dies gilt insbesondere für Patienten mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, denn die Sauna stellt für den Kreislauf eine nicht zu unterschätzende Belastung dar. Bei stabilen Patienten sollte dies grundsätzlich zwar kein Problem sein, wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen; Dennoch lässt man den eigenen körperlichen Zustand am besten von einem Arzt oder einer Ärztin beurteilen.

 

Sanft einsteigen

Im Alter empfiehlt es sich, den Besuch in der Sauna gemütlich anzugehen. Insbesondere Einsteiger sollten sich nicht mit zu hohen Temperaturen überfordern. Statt sich in der 100° C heissen finnischen Sauna auf die oberste Bank zu setzen wird angeraten, sich zuerst im milden Dampfbad oder der 60-grädigen Biosauna zu «akklimatisieren». Auch mit der Dauer sollte man es nicht übertreiben. Während geübte Saunagänger gut und gerne 15 Minuten in der Sauna schwitzen können, sollten ältere Personen – zumindest zu Beginn – eine kürzere Zeitspanne wählen und auch öfter eine längere Ruhepause einlegen, damit sich der Kreislauf wieder erholen kann. Wie für alle restlichen Saunabesucher ist es hier wichtig, dass man auf den eigenen Körper hört und bei Unwohlsein die Sauna sofort verlässt.

 

Den Kreislauf schonen

Beim Saunieren wird die Durchblutung angeregt. Die natürliche Reaktion des Körpers auf die Hitze führt insbesondere in den Beinen zu einer grösseren Menge Blut als normalerweise. Steht man nach dem Saunagang auf, muss das Blut also erst einmal entgegen der Schwerkraft zurück zum Herzen transportiert werden – und das geht am besten, wenn man sich bewegt. Bleibt das Blut hingegen in den Beinen, kann bei Personen mit labilem Kreislauf ein Kollaps die Folge sein. Direkt nach der Sauna sollte man deshalb nicht einfach stehen bleiben, sondern ein paar Schritte gehen, damit das Blut sich wieder im Körper verteilen kann.

 

Nicht zu schnell abkühlen

Belastender als das Schwitzen in der Sauna selbst ist die Abkühlung danach – vor allem, wenn sie schnell und im eiskalten Tauchbecken erfolgt. Durch den plötzlichen Kältereiz ziehen sich die Blutgefässe zusammen und der Blutdruck steigt rapide an. Älteren Personen sowie generell Personen mit hohem Blutdruck wird deshalb geraten, sich erst einmal an der frischen Luft auskühlen zu lassen. Bei etwas kälteren Aussentemperaturen reicht diese Art der Abkühlung sogar ganz aus. Während den heissen Sommermonaten kann danach immer noch die Abkühlung mit Wasser erfolgen. Statt ganz ins Wasser zu steigen, ist es schonender, nur die Gliedmassen abzukühlen. Und wer sich doch ins Tauchbecken wagen will, sollte zuerst Arme und Beine benetzen, bevor die Körpermitte ins kalte Wasser getaucht wird.

 

Genug trinken

Bis zu 600g Schweiss kann der Körper in den 10 bis 15 Minuten in der Sauna verlieren. Da Schweiss zu etwa 99% aus Wasser besteht, ist es wichtig, die Wasserspeicher des Körpers nach dem Saunagang wieder aufzufüllen – gerade, wenn mehrere Saunagänge eingeplant sind. Im Alter muss man besonders darauf achten, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Denn: das Durstgefühl lässt mit zunehmendem Alter nach. Deshalb sollte ältere Personen bewusst nach jedem Saunagang Wasser, Tee oder isotonische Getränke konsumieren.

 

Quellen:

  • de: Senioren in der Sauna – Diese 5 Tipps beachten!
  • Brenke, Rainer (2018): Hydrotherapie und Sauna bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Brenke, Rainer (2020): Kreislaufprobleme beim Saunabaden – Richtiges Verhalten beugt vor.
  • Kukkonen-Harjula, Katriina & Kauppinen, Kyllikki (2012): Health effects and risks of sauna bathing.
  • Starostzik, Christine (2017): Regelmäßig in die Sauna: Schwitzen gegen das große Vergessen. ÄrzteZeitung.de.
  • T-online (2014): Sauna tut Senioren besonders gut.

 

 

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