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Sauna-Knigge

Ob man nun zum ersten Mal eine öffentliche Sauna betritt oder der letzte Besuch schon eine Weile her ist – der Gedanke daran, mit fremden Personen nackt in einem kleinen Raum mehr oder weniger nahe beieinander zu sitzen, kann verunsichern. Wenn man sich jedoch an ein paar Regeln hält, wird der Besuch auf für ungeübtere Saunagänger zum Erlebnis. Dieser Artikel gibt Tipps, wie man sich in der Sauna korrekt und höflich verhält – und was man besser lassen sollte. So, dass man beim Saunieren garantiert entspannen kann.

«Bikini, Badekleid und Badehose sind in der Sauna nicht erwünscht.»

Die richtige Vorbereitung

Bevor man eine Sauna betritt, sollte man sich gründlich abduschen; am besten mit Duschgel und Shampoo. Das ist nicht nur hygienischer, sondern befreit die Haut auch von Fettrückständen und Parfümresten. Nach dem Duschen sollte man darauf achten, sich gut abzutrocknen, denn feuchte Haut behindert das Schwitzen.

Da mit dem Schweiss auch eine Reihe an Schad- und Duftstoffen ausgeschieden wird, empfiehlt es sich zudem, bereits einige Tage im Voraus auf die Ernährung zu achten: stark riechende Gewürze, Zwiebeln und Knoblauch sowie Alkohol sollten besser vermieden werden.

 

Keine Badetextilien

Bikini, Badekleid und Badehose sind in der Sauna nicht erwünscht. Diese Regel gilt zum einen wegen der Hygiene, zum anderen behindern synthetische Stoffe das Schwitzen: die Hitze kann nicht gleich gut an die Haut gelangen und der Schweiss kann weniger gut verdunsten.

Synthetische Stoffe haben auch an den Füssen nichts verloren. Flip-Flops oder Badelatschen sind für den Nassbereich zwar geeignet, die Sauna betritt man aber nur barfuss.

 

Immer ein Handtuch dabei

Auch wenn Badehose und Co in der Sauna ein No-Go sind, komplett nackt ist man trotzdem nicht. Ein Handtuch sollte man immer dabeihaben. In vielen Wellnesseinrichtungen wird auch kostenlos eines zur Verfügung gestellt, das man nach dem Saunieren wieder abgeben kann.

Beim Betreten und Verlassen der Sauna sowie im Ruhebereich kann man sich damit bedecken. Während des Saunaganges sollte man das Tuch als Unterlage benutzen, damit der eigene Schweiss nicht direkt auf das Holz gelangt.

 

Abstand zu anderen Saunabesuchern

Auch wenn dies in Zeiten von Corona selbstverständlich scheint: Abstand halten ist angesagt. Grundsätzlich gilt, dass mindestens ein Abstand von 30 Zentimetern zu anderen Saunagästen eingehalten werden sollte. Hat es in der Sauna bereits viele andere Besucher, sollte man also besser vor der Sauna warten, als sich noch irgendwo dazwischen zu quetschen.

Auch beim Platzeinnehmen sollte genügend Abstand gewahrt und darauf geachtet werden, die Tücher der anderen Gäste nicht zu berühren.

 

Bitte Ruhe

Eine kurze Begrüssung beim Betreten der Sauna ist höflich und wird von manchen regelmässigen Saunabesuchern sogar erwartet. Darüber hinaus sollten Gespräche – wenn überhaupt – nur im Flüsterton stattfinden. Am besten verzichtet man für die Dauer des Saunaganges aber ganz auf eine Unterhaltung. So stört man die anderen Gäste nicht und kann auch selber besser abschalten.

 

Die Sauna nicht während einem Aufguss betreten

Viele öffentliche Wellnesseinrichtungen bieten von Mitarbeitern durchgeführte Aufgüsse zu bestimmten Uhrzeiten an. Wer teilnehmen möchte, sollte unbedingt rechtzeitig erscheinen. Hat der Aufguss bereits begonnen, sollte man die Sauna nicht mehr betreten, sondern warten, bis der Aufguss zu Ende ist. Auch das Verlassen einer Sauna, wenn gerade ein Aufguss stattfindet, kann von anderen Gästen als störend wahrgenommen werden. Hier ist es aber wichtig, auf den eigenen Körper zu hören. Temperatur und Luftfeuchtigkeit können während einem Aufguss stark ansteigen, was gerade für Einsteiger zu viel werden kann. Fühlt man sich nicht mehr wohl, sollte man die Sauna in jedem Fall sofort verlassen.

 

Kein unnötiger Blickkontakt

Dass beim Saunieren nicht gestarrt werden sollte, ist selbstverständlich. Auch unnötig lange Blickkontakte vermeidet man besser. Das bedeutet nicht, dass man den Blick während des gesamten Saunagangs nur auf den Boden richten darf – aber Zurückhaltung ist definitiv angebracht. Wer sich hier nicht an die Regeln hält, muss in der Schweiz denn auch relativ bald mit Konsequenzen rechnen und kann der Sauna verwiesen werden.

 

Nach der Sauna duschen

Nach einem Saunagang kann man Schweiss und Schadstoffe mit einer kalten Dusche wegspülen. Gerade wenn man danach ins Tauchbecken möchte, sollte aus hygienischen Gründen unbedingt zuerst geduscht werden. Im Gegensatz zur Dusche vor der Sauna reicht es hier, wenn man nur Wasser verwendet: Schweiss lässt sich auch ohne Seife gut von der Haut entfernen.

 

Quellen:

  • Elle: Richtig schwitzen: ein Sauna Knigge in 10 Punkten.
  • de: Saunaregeln: Mit unserem Sauna Knigge macht das Saunieren allen Spaß.
  • Richtig-saunieren.de: Die wichtigsten Saunaregeln im Überblick.
  • ch: Sauna-Knigge.

 

 

 

 

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